<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
<?xml-stylesheet href="http://lisarosa.twoday.net/rss2html.xsl" type="text/xsl"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/">
    <title>shift. (Weblog zu Schule und Gesellschaft) : Rubrik:Politik</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/</link>
    <description>Weblog zu Schule und Gesellschaft</description>
    <dc:publisher>Lisa Rosa</dc:publisher>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:date>2008-11-13T21:12:28Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    
    <image rdf:resource="http://static.twoday.net/LisaRosa/images/icon.jpg" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/4942247/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/4892268/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/4334322/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/4184468/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/3367596/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/3223331/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/2750180/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/2740671/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/2605733/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/2575006/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/2020182/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/1900492/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/1019958/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/934079/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://lisarosa.twoday.net/stories/930623/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://static.twoday.net/LisaRosa/images/icon.jpg">
    <title>shift.</title>
    <url>http://static.twoday.net/LisaRosa/images/icon.jpg</url>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/4942247/">
    <title>Universalistische vs. partikularistische Moral</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/4942247/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/pogrome-unter-nachbarn/?src=TE&amp;cHash=ecc0598992&quot;&gt;Pogrome unter Nachbarn&lt;/a&gt; heißt der Kommentar von Dominic Johnson in der gestrigen Taz, der manchen guten Hinweis zum Verständnis der aktuellen Pogrome sowohl in &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2008/22/Suedafrika&quot;&gt;Südafrika&lt;/a&gt; als auch in &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/grosseinsatz-gegen-auslaender-in-italien/?src=AR&amp;cHash=2f3b244142&quot;&gt;Italien&lt;/a&gt; enthält. Fremdenfeindliche Ausschreitungen gibt es überall auf der Welt  erinnert sei auch an Rostock-Lichtenhagen und Mölln  - und sie müssen nicht rassistisch und auch nicht &quot;ethnisch&quot; oder religiös begründet sein. &quot;Die Anderen&quot; müssen dafür nur als &quot;Andere&quot; definiert, identifizierbar gemacht und dann als &quot;Unser Unglück&quot; markiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Was ist gegen diese Herrschaft der Xenophobie zu tun?&quot;&lt;/i&gt;, fragt Johnson. &lt;i&gt; &quot;Gebrochen werden muss der politische Konsens, wonach die Anwesenheit von &quot;Fremden&quot; an sich ein Problem ist, für das eine Lösung gefunden werden muss. Im Gegenteil: Das Recht auf Freizügigkeit ist die Lösung für ein Problem - es ist ein Mittel gegen soziale und kulturelle Abschottung, und seine Respektierung ist ohnehin ein fundamentales Grundrecht eines jeden Menschen. Doch dieser einfache Gedanke scheint die Politik in vielen Ländern dieser Welt derzeit zu überfordern.&quot;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu kurz! Der Hinweis darauf, daß die Anwesenheit von Fremden &quot;an sich&quot; nicht das Problem ist, ist richtig. Einen generellen politischen Konsens darüber, daß es ein &quot;Fremden&quot;-Problem zu lösen gäbe, den gibt es jedoch so einfach nicht mehr. Nicht zuletzt ist Roland Kochs schlechtes Wahlergebnis bei den letzten Landtagswahlen ein Zeichen dafür gewesen, daß hier jedenfalls ein solcher politischer Konsens nicht mehr so leicht herzustellen ist. Es gibt jedoch andererseits auch noch keinen generellen gesellschaftlichen Konsens des Gegenteils. Auch handelt es sich nicht bloß um eine Frage der Politik. Es ist ein gesamtgesellschaftliches und ein weltgesellschaftliches Problem, das nicht allein auf der regionalen oder lokalen Ebene und mit politischen Mitteln zu lösen ist  indem etwa die Freizügigkeit politisch abgesichert wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Worin besteht aber das Problem, wenn es kein &quot;Fremden&quot;- Problem ist? Es ist ein Problem der Weltanschauung und der Moral. Denn natürlich ist weder die Abwesenheit, noch die Anwesenheit von &quot;Fremden&quot; die Lösung des Xenophobie-Problems.  Die Weltvernetzung in der Epoche der Globalisierung bietet jedoch die ständige Präsenz aller und macht Abschottung immer weniger möglich. Und so bietet sie einerseits die Möglichkeit und erfordert aber auch andererseits mit Notwendigkeit die weltweite Ausbreitung eines gesellschaftlichen Konsenses, der eine universalistische Moral im Gefolge eines universalistischen Welt- und Menschenbildes anstatt der bisher vorherrschenden partikularistischen Weltbilder und Moralen etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun sind veränderte Weltbilder, Menschenbilder, Moral nicht etwas, was sich aus sich selbst heraus entwickelt und verbreitet. Und auch kein &quot;einfacher Gedanke&quot;, den &quot;die Politik&quot; nur begriffen haben und dann umsetzen müßte. Nicht die Ideen verändern die Welt, sondern umgekehrt: Die Welt verändert sich und mit ihr die Vorstellung von der Welt. Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien haben die Welt zu Einer Welt gemacht. Eine Anschauung von der Welt und vom Menschen wird also möglich, die im konkreten Einzelnen auch immer die eigene Gattung sieht, dem man darum auch nicht den Schädel einschlagen oder das Haus über dem Kopf anzünden kann - wie &quot;anders&quot; er sich auch immer darstellt - denn es würde bedeuten, sich selbst zu zerstören. Gleichzeitig gilt aber auch: Nicht die Welt macht den Menschen, sondern der Mensch die Welt und darüber sich selbst. Es geht also nicht von selbst, sondern muß gemacht werden. Aber es ist möglich. Das ist die eine gute Botschaft. Und es ist notwendig wie nie zuvor. Das ist die andere gute Botschaft, denn je notwendiger, desto eher wird es gemacht. Aber kein Grund zu überschäumendem Optimismus: &quot;Es ist&quot; - immer noch - &quot;das Einfache, das schwer zu machen ist.&quot;</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-22T09:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/4892268/">
    <title>Peter Krause Kultusminister</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/4892268/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/rechter-ex-redakteur-wird-minister/?src=MT&amp;cHash=98b5a30252&quot;&gt;&quot;Ex-Redakteur von Rechtspostille wird Minister&quot;&lt;/a&gt; titelt die Taz. Es handelt sich um Peter Krause, der für die CDU designierter Kultusminister in Thüringen geworden ist und der 1998 einige Monate Redakteur der Jungen Freiheit war.&lt;br /&gt;
Nun hat er sich nach heftiger Kritik formal von der Jungen Freiheit distanziert: &quot;Die Junge Freiheit vertritt eine politische Linie, die ich als CDU-Politiker nicht teile.&quot; Na, dann ist ja alles gut?&lt;br /&gt;
Nein, natürlich nicht. Es ist nur gesagt worden, daß es sich für einen Politiker nicht gut macht, wenn heraus ist, dass man zur Neuen Rechten gehört. Man kann sich dann in den Politiker spalten, der die &quot;politische Linie&quot; der JF nicht teilen (darf), und in den Privatmann, der sie keineswegs aufgegeben hat.&lt;br /&gt;
Denn es reicht nicht, darauf zu schauen, daß sich das Politikpersonal von der JF verbal distanziert. Ich habe nachgeschaut, was Peter Krause schreibt. Dazu muß man nicht in den alten Artikeln in der JF suchen. Es reicht ein Studium seiner  &lt;a href=&quot;http://www.pdkrause.de/texte.htm&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; heute, um festzustellen, dass der Dr. phil mit spezieller Vorliebe für Gottfried Benn und Ernst Jünger, für die deutsche Romantik und vor allem für Rhetorik den Jargon der Neuen Rechten so zu handhaben weiß, dass er sagen kann was er meint, ohne sich explizit zum Verkünder  der Ideologie  der Neuen Rechten zu machen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Eine Verständigung über die Phänomene wäre vielleicht herzustellen: Pluralität von Meinungen, Werten und Handlungsweisen, Permissivität, intellektuelle (Narren-)Freiheit, beschleunigter Wandel der Lebensformen, Auflösung von Hierarchien, totaler Egalitätsanspruch, Abbau von Bindungen, Verlust an Traditionalität, kulturelle Globalisierung, Nachlassen von festen Überzeugungen, Profanität, (scheinbare) Komplexität, Funktionalität und grenzenlose soziale Mobilität, ein seltsames Wechselspiel von Individualität und Uniformität, von Selbstentfaltung und faktischer Vermassung, die Überzeugung grenzenloser Evolution, zugleich Tendenzen der Ästhetisierung, der Wiederverzauberung... &quot;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Unsere Kultur brauche Identität, Bindung, Tradition, die &lt;i&gt;&quot;lustvoll-suizidal&quot;&lt;/i&gt; aufgegeben worden sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In all dem Geschwurbel wird trotzdem implizit deutlich, dass gemeint ist, was Kernbestand der Ideologie der Neuen Rechten ist: eine antiliberale autoritäre Auffassung vom Staat, Nationalismus, &quot;Ethnopluralismus&quot; (der Jargon-Begriff fürs Völkische), der sich hier hinter der formal verdeckten Kritik an &quot;kultureller Globalisierung&quot; und dem &quot;Verlust von Traditionalität&quot; und an der &quot;Profanisierung&quot; verbirgt. Denn trotz des verbalen Diskussionshabitus &quot;Verständigung über die Phänomene&quot; anzumahnen, werden Demokratisierung, Pluralität, Diversität, Individualisierung und Globalisierung hier erkennbar als negative Entwicklungen bestimmt, die es durch Rückentwicklung zu autoritären (&quot;traditionellen&quot;) Nationalstaats-Konzepten zu bekämpfen gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Junge Freiheit ist  nicht bloß eine zu belächelnde &quot;Rechtspostille&quot;. Sie ist der in der Öffentlichkeit sichtbarste Knoten eines überaus großen und vielfältigen Netzwerks der Neuen Rechten, die sich zu einer modernen Variante antidemokratischer völkischer Ideologie bekennt und vielfältige Schnittstellen mit alten und neuen Nazis auf der einen Seite und ebenso viele Schnittstellen hin zur &quot;rechten Mitte&quot; generiert und pflegt. Die JF ist eine Brücke zwischen &quot;rechter Mitte&quot; und Rechtsextremismus. Sie testet, was aktuell an rechten Aussagen und Auffassungen hoffähig und juristisch erlaubt ist, und versucht die Spielräume für rechte Ideologie zu weiten. Es reicht auch darum eben keine formale und rhetorisch durchaus geschickte Distanzierung von der &quot;politischen Linie&quot; der Jungen Freiheit durch den neuen Kulturminister, weil die 6 Siebtel des nicht sofort sichtbaren Eisbergs - nämlich die Ideologie der Neuen Rechten von dieser Distanzierung gar nicht betroffen sind.&lt;br /&gt;
Über die Netzwerke der Neuen Rechten, den hilflosen Umgang mit der Jungen Freiheit durch Medien, etablierte Politik, Verfassungsschutz und Empörungs-Antifa sowie einige Thesen für einen adäquaten Umgang mit neurechter Ideologie und Netzwerk habe ich letztens einen Aufsatz geschrieben, in den es sich anläßlich des Peter Krause als Kultusminister vielleicht wieder hineinzusehen lohnt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a title=&quot;&quot; href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/files/LR_JungeFreiheit1/&quot;&gt;LR_JungeFreiheit1&lt;/a&gt; (pdf, 271 KB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist dem 1964 in der DDR geborenen Krause die paar Monate Redakteurstätigkeit für die JF vielleicht als orientierungssuchende Jugendsünde nachzusehen. Auch ist er in der Welt der Botho Strauss, Nietzsche, Jünger und Benn als Kulturwissenschaftler und -politiker und als &quot;rechtskonservativer&quot; Mahner vor dem Massenmedienzeitalter und dem Untergang des Abendlandes vielleicht nicht unbedingt einer der schärfsten Neue-Rechte-Ideologen. Aber eins ist sicher: Als Kultusminister, der die Aufsicht über die Entwicklung der Bildungslandschaft in Thüringen hat, die - wie jedes andere der Deutschen Länder auch -  mehr als ein Jahrzehnt versäumter Modernisierung des Schulwesens nachzuholen und sich schleunigst an die Entwicklung einer der Wissensgesellschaft adäquaten Lernkultur zu machen hat, ist Peter Krause eine krasse Fehlbesetzung.</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-27T13:39:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/4334322/">
    <title>Zivilcourage</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/4334322/</link>
    <description>Aufgrund hoher gesellschaftlicher Dringlichkeit veranstaltet das &lt;a href=&quot;http://li-hamburg.de/&quot;&gt;Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg&lt;/a&gt; am Vorabend des 9. November einen &quot;Demokratietag&quot; zum Thema Zivilcourage. &lt;br /&gt;
Dabei wird es einerseits (am 7.11.) um Analyse und Debatte gehen - was ist Zivilcourage, unter welchen Bedingungen gibt es sie oder nicht?  &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Welzer&quot;&gt;Harald&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://www.memory-research.de/cms/k103.Harald-Welzer.htm&quot;&gt;Welzer&lt;/a&gt; hält einen Vortrag zum Thema, und es ist reichlich Zeit zur Diskussion eingeplant.&lt;br /&gt;
Andererseits geht es in einem Lehrerbildungsinsititut natürlich immer auch um Schule, Schüler und didaktische Fragen. Am zweiten Tag (8.11.) findet darum ein Nachmittag und Abend mit Workshops  statt, in denen Fallbeispiele aus der Schulpraxis vorgestellt und diskutiert werden, und es wird reichlich Gelegenheit zum informellen Erfahrungsaustausch geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a title=&quot;&quot; href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/files/Einladung-Demokratietag/&quot;&gt;Einladung-Demokratietag&lt;/a&gt; (pdf, 54 KB)</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-09T14:10:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/4184468/">
    <title>§129a, die Wissenschaft und die Demokratie im Internetzeitalter</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/4184468/</link>
    <description>Das &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/online/2007/34/wissenschaft-terrorverdacht-andrej?page=1&quot;&gt;&quot;Ende der kritischen Wissenschaft&quot; &lt;/a&gt; befürchtet der Soziologe &lt;a href=&quot;http://www.schader-stiftung.de/schader_stiftung/491.php&quot;&gt;Hartmut Häußermann&lt;/a&gt;, wenn Verhaftungen wie die des Soziologen &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/online/2007/32/militante-gruppe-haftbefehle&quot;&gt;Andrej H. &lt;/a&gt;und eines Politologen normal werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Dann ist die kritische Wissenschaft am Ende! Die Forschung war noch nie so öffentlich wie heute, und das ist gut so. Es gibt keine Hausarbeit, kein Referat mehr, das nicht über das Internet geschickt wird. Dadurch kann uns aber jede Verfolgungsbehörde fast völlig kontrollieren. Eigentlich sollten sich deshalb die Behörden angemessen zurückhalten. Das Gegenteil ist der Fall, wie wir jetzt bei Andrej H. sehen: Ein Richter, der das Wort &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Gentrifizierung&quot;&gt;Gentrifikation&lt;/a&gt; zum ersten Mal hört, hält dies - ohne sich zu informieren - für eine konspirative Sache. Damit wird tendenziell die ganze Wissenschaft als konspirativ verdächtig. Die Freiheit und Öffentlichkeit der Wissenschaft gehört aber zu den Prinzipien eines demokratischen Gemeinwesens.&quot; &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Recht empört! Und wer es ebenso ist, der sollte auch den &lt;a href=&quot;http://www.freeandrej.net.ms/&quot;&gt;offenen Brief &lt;/a&gt;an die Generalbundesanwältin beim Bundesgerichtshof unterschreiben.&lt;br /&gt;
Das ist dann die Ebene des politischen Handelns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt aber auch noch eine zweite Ebene, auf der man  vor allem wenn man Sozialwissenschaftler ist  analytisch und jenseits der Empörung nachdenken sollte:&lt;br /&gt;
&quot;Kritische Wissenschaft&quot; ist natürlich nie am Ende. Wissenschaft wird und wurde immer behindert  historisch und lokal mal mehr, mal weniger. Das Ausmaß der praktisch erlaubten Demokratie wird täglich neu ausgehandelt. Es ist beweglich, reduziert bzw. erweitert sich ständig. Aber ein Ende der Wissenschaft durch eine einzige Rollback-Erscheinung?  (Ich lasse absichtlich den Zusatz &quot;kritisch&quot; weg, denn wenn Wissenschaft wissenschaftlich ist, schafft das Attribut &quot;kritisch&quot; entweder einen Pleonasmus, oder es entlarvt die sich damit bezeichnenden Wissenschaftler als ideologisch beschränkt.) &lt;br /&gt;
Den Versuch der Sicherheitsorgane, &quot;geistige Brandstifter&quot; im Hintergrund politischer Kriminalität zu finden und zu verhaften, gab es auch schon immer und natürlich auch vor dem Internetzeitalter. Trotzdem ist durch das neue Medium auch an dieser Frage wieder das Problem &quot;Sicherheit und Freiheit&quot; neu zu regeln, d.h. unter demokratischen Bedingungen: neu zu verhandeln. Denn  Interessant ist ja vor allem, daß das Medium Internet Wissen(schaft) allen zugänglich macht. Zum eigenen Gebrauch und natürlich auch zum kriminellen Mißbrauch und zum Macht-Mißbrauch.  Das Internet eröffnet für beide Entwicklungen einen Horizont neuer Möglichkeiten - sowohl für die Expansion demokratischer Freiheit als auch für die Knebelung derselben. Freiheit der Wissenschaft  Prinzip der Demokratie? Ein weiteres  schwieriges Feld, wenn man von der normativen zur analytischen Ebene übergeht.&lt;br /&gt;
Dem Haftrichter und seinen unglaublichen Begründungen für die Inhaftierung von Andrej. H. jedenfalls kann man weder wissenschaftliche, noch Medien-, noch Demokratiekompetenz attestieren.</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-21T08:48:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/3367596/">
    <title>Leviathan</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/3367596/</link>
    <description>Gestern kam ich endlich dazu, einen ZEIT-Artikel zu den Aussagen der BND-Beamten über ihren Besuch bei Kurnaz in Guantanamo zu lesen. (Wegen TV-Abstinenz bin ich den Aktualitäten immer hinterher und sammle dafür als Nachhut die Reste auf.) Dieser Bericht hat mich erschüttert: &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2007/09/Kurnaz?page=all&quot;&gt;&quot;Der gehört nicht hierher&quot;&lt;/a&gt; von Florian Klenk.  Es ist der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Leviathan_%28Thomas_Hobbes%29&quot;&gt;Leviathan&lt;/a&gt;, der sich zeigt, und sichtbar wird eine moralisch-politische Verwahrlosung, die offenbar in den &quot;Diensten&quot;  und nicht nur da  ganz normal ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Am Abend ihrer Ankunft im Lager, damals 2002, saßen die deutschen Agenten gemeinsam mit ihren US-Kollegen von der CIA beim Abendbrot, um Hintergrundinformationen&lt; auszutauschen. Schon damals klagten die amerikanischen Beamten über das Gedränge in den Käfigen. Es seien zu viele Unschuldige hier. Da gab es etwa den &gt;sehr betagten Häftling, der weit über 90 Jahre&lt; alt war. Oder einen 14-Jährigen. Die Deutschen sahen auch eine &gt;beidseitig beinamputierte, zuckerkranke Person&lt;. Diese Häftlinge, so erzählte der CIA-Kollege, &gt;waren unstreitig nicht in terroristische Aktivitäten verwickelt&lt;. Dennoch saßen sie in Käfigen. Der kafkaeske Grund für die fortdauernde Gefangenschaft wurde in Guantanamo im kleinen Kreis offen ausgesprochen: Ihr ungerechtfertigter Aufenthalt im Lager, sagte man, könnte ein möglicher Grund für spätere Gewaltbereitschaft sein. Das Problem, so erklärten die CIA-Leute den Deutschen, sei nun, dass Freigelassene &gt;nach ihrer Rückkehr zu Märtyrern&lt; würden. Dies &gt;würde den politisch Verantwortlichen großen Schaden zufügen&lt;&quot;.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das ist die Logik von Mördern, die ihre Mordtat damit rechtfertigen, daß sie, nachdem sie das Opfer beraubt, vergewaltigt, verletzt haben, zur Vermeidung unangenehmer Folgen für den Verbrecher ihm nun zwangsläufig auch das Leben nehmen mußten, damit es die Taten nicht bezeugen kann. Und weiter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Nein, über Folter habe sich Kurnaz nicht beschwert, sagen die Beamten. Aber sie hätten ihn auch nicht danach gefragt. Das sei Aufgabe von amnesty international oder dem Deutschen Roten Kreuz.&quot; &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaftliche Arbeitsteilung: Die Beamten des Leviathan schänden Demokratie und Menschenrechte im Auftrag oder mit Billigung des Staates. Die Menschen vor dem Leviathan zu schützen und die Menschenrechte zu wahren, sei hingegen die Arbeit von NGOs. &lt;br /&gt;
Mir wurde anderes beigebracht. Einen Rechtsstaat hätten wir, der per Verfassung und mit staatlichen Institutionen dem Leviathan die Zügel anlegt. Diese &quot;Dienste&quot; samt ihrer Verantwortlichen im Politiksystem sind Überbleibsel aus dem absolutistischen machiavellistischen Staat und ihre Akteure denken offenbar wie dieser  sie vernichten Demokratie und Menschenrechte mit der Behauptung, im Interesse des Staates zu handeln und halten das für eine Frage des Abwägens von Sicherheit gegen Freiheit. Und was sagt Schröder? Steinmeier sei eine integre Person, und er  Schröder  &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/386/100286/&quot;&gt;übernähme die politische Verantwortung&lt;/a&gt;. Wie soll denn das gehen? Politische Verantwortung übernehmen kann man doch nur, wenn man ein Amt hat, von dem man dann zurücktritt. Der gute Mann ist aber schon a. D. und also privat. Die Floskel &quot;politische Verantwortung übernehmen&quot; ist inzwischen ein genauso verlogener Schmarrn wie die des &quot;Sich- Entschuldigens&quot;. Antisemitische Affekte in der Öffentlichkeit geoutet, rassistische Einstellung offenbart?  kein Problem, man &quot;entschuldigt sich&quot; einfach (selbst?  wie soll das gehen? Man kann höchstens um Entschuldigung bitten) und dann muß aber auch gut sein. Unschuldig 4 Jahre im Guantanamokäfig gefangen und gefoltert?  Ein Kanzler a. D. &quot;übernimmt die politische Verantwortung&quot; und damit ist alles in Ordnung. Gewiß war das Vorgehen die &quot;frühere politische Linie bei der inneren Sicherheit&quot;, Steinmeier hat also nicht eigenmächtig gegen Regierungswillen gehandelt. Aber wird denn das Handeln dadurch etwa richtiger?</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-26T14:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/3223331/">
    <title>Postdemokratie  Verfall oder Neukonstruktion der Demokratie?</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/3223331/</link>
    <description>Der Diagnose, die der britische Politikwissenschaftler &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Postdemokratie&quot; &gt;Colin Crouch&lt;/a&gt; in seinem Buch &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Post-Democracy-Themes-21st-Century/dp/0745633153&quot;&gt;&quot;Post-Democracy&quot; (2004)&lt;/a&gt; für die Demokratie stellt, wurde in den Massenmedien bisher noch wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Kurzgefaßt lautet sie: Die Demokratie geht ihrem Ende entgegen, sie verfällt. Parteien und Parlamente verlieren an faktischer Politikmächtigkeit sowie an Legitimation im Urteil sowohl der wirtschaftlich Mächtigen als auch der &quot;Verbraucher&quot;/des &quot;Volkes&quot;/der &quot;kleinen Leute&quot;. Da die demokratischen Repräsentanten immer weniger in der Lage sind, die Vielfalt an zunehmend komplexen Problemen und Aufgaben zu begreifen, geschweige denn zu lösen, ist die faktische Politikentscheidung schon seit längerem auf &quot;Experten&quot;, Lobbyisten und Kommissionen übergegangen, denen eine demokratische Legitimierung durch Wahl jedoch fehlt (vgl. z.B. die hohe Bedeutung der Bertelsmannstiftung als Politikberatung über Parteigrenzen hinweg. Bertelsmann berät jede Regierung). Angesichts dieser Entwicklung reagieren die Wähler überall in Europa mit Enttäuschung und Abwendung von &quot;der Demokratie&quot;, zu sehen am ständigen Absinken der Wahlbeteiligung. Die Politik veränderte dabei ihr Gesicht: Anstelle der Programm-Debatte tritt mehr und mehr der Personenkult, statt Politik wird Marketing betrieben, Infotainement ersetzt seriöse Berichterstattung, Parteien sind zu Kanzlerwahlvereinen mutiert. Überall in Europa ist der &quot;Rechtspopulismus&quot; auf dem Vormarsch, der verspricht, die ungelösten Probleme ohne lästige Debatten und schwierige Kompromissfindung in Aushandlung zu lösen  mit dem starken Mann, der weiß, was und wie es zu tun ist (Beispiel Berlusconi). So richtig der Befund des Verfalls demokratischer Kultur, so einäugig gleichzeitig und so ratlos in Sachen Therapie ist Postdemokratie-Debatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aktuelle Ausgabe der ZEIT nimmt die Post-Democracy-Debatte auf und stellt sie in einen neuen Zusammenhang: In seinem Interview mit vier demokratisch gesinnten skeptischen Deutschen, &lt;a href=&quot;http://zeus.zeit.de/text/2007/04/Politikverdrossenheit&quot;&gt;&quot;Wenn das Volk zweifelt. Glauben Sie noch an die Demokratie?&quot;&lt;/a&gt;, konfrontiert Frank Drieschner Crouchs Befund mit der neuesten &lt;a href=&quot;http://library.fes.de/pdf-files/do/04088a.pdf&quot;&gt;Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung&lt;/a&gt;, wonach rechtsextreme Einstellungen (gemessen an der Ausländerfeindlichkeit) &quot;in der Mitte der Gesellschaft&quot; einen Großteil der Bevölkerung befallen hat. Dabei verweist Drieschner auch auf ein Paradox in den Ergebnissen der Studie: &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Im Prinzip sind die Deutschen gute Demokraten; die Autoren der Friedrich-Ebert-Stiftung messen für die parlamentarische Demokratie sogar Zustimmungswerte über 90 Prozent  ein Befund, der seltsam unverbunden zwischen ihren schrillen Extremismuswarnungen steht.&quot; &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Worin also liegen die Ursachen der Hinwendung zum &quot;Rechtspopulismus&quot; und das Anwachsen ausländerfeindlicher Einstellungen? Ein Interviewpartner Drieschners formuliert: &lt;i&gt;&lt;b&gt;&gt;&quot;Nicht die Demokratie ist das Problem. Es ist die Art und Weise, wie die Demokratie praktiziert wird&lt;/b&gt;.&quot;&lt;/i&gt;Die Post-Democracy-Vertreter sehen den Verlust der Legitimität der Parlamente darin begründet, dass sie &lt;i&gt;&quot;um besserer Ergebnisse willen Entscheidungen an mangelhaft legitimierte Expertengremien delegieren. Wer dem Rentner und dem Steuerberater [Interviewpartner Drieschners] zuhört, für den liegt ein anderes Urteil nahe: Nicht die Art ihres Zustandekommens, sondern die Qualität der Entscheidungen selbst könnte es sein, sei es nun in der Ausländer- oder in der Steuerpolitik, die Zweifel an der Demokratie sät. Und würde eine bessere Einbindung von Experten daran etwas ändern, dann könnte die Politik, die dieses Resultat erzielt, sich der Zustimmung [...] sicher sein.&quot;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Das ist unbedingt plausibel: Es geht in erster Linie um die gesellschaftlichen Probleme und ihre Lösung. Ideologie ist sekundär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werner A. Perger stellt über seinen Beitrag &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2007/04/Europa?page=all&quot;&gt;&quot;Die Stunde der Rattenfänger&quot; &lt;/a&gt;Ralf Dahrendorfs Warnung von 1997:&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;&gt;&quot;Ein Jahrhundert des Autoritarismus ist keineswegs die unwahrscheinlichste Prognose für das 21. Jahrhundert.&lt;/b&gt;&quot;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Um eine solche Zukunft zu vermeiden, empfiehlt der ZEIT-Autor &lt;i&gt;&quot;einen klugen Mix aus direkter Bürgerbeteiligung&quot;&lt;/i&gt;, verweist allgemein auf &lt;i&gt;&quot;erprobte Partizipationsmodelle [...], alte und neue, in aller Welt, in großen Städten und kleinen Gemeinden, von Brasilien bis Finnland, sogar da und dort in Deutschland&quot;&lt;/i&gt; und bemängelt, daß sie in Deutschland so gut wie unbekannt seien. Recht hat er mit der Richtung, in die es gehen muß: Partizipation. Wichtig zu wissen wäre aber auch, dass gerade die Bertelsmannstiftung zwar einerseits die effizienteste Politikberatung betreibt  also den Politikern besonders in der Standort- und in der Ressourcenpolitik (vgl. &lt;a href=&quot;http://www.german-foreign-policy.com/index.php?PHPSESSID=f5vidbubhvfqsrtfmlvr5rodl5&amp;lang=de&amp;mode=detailed-search&amp;mcat=archive&amp;string_or=&amp;string_not=&amp;date_start=&amp;date_end=&amp;string_and=Bertelsmann&amp;x=0&amp;y=2&quot;&gt;german-foreign-policy&lt;/a&gt;) die berühmten &quot;nicht demokratisch legitimierten Experten&quot; zur Seite stellt. Andererseits aber ist die Bertelsmannstiftung gleichzeitig größter Herausgeber und Förderer des Einsatzes einer Fülle von Instrumenten auf der kommunalen Ebene für Bürgerbeteiligung und in der Bildungspolitik auf der Ebene der Einzelschule für die Partizipation von Lehrern, Eltern und Schülern in der Schulcommunity. Aus &quot;der Wirtschaft&quot; kommen also ganz verschiedene Signale. Man muss sie unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nicht zu vergessen die Meinungsbildungs- und Partizipationsinstrumente, die mit dem Web 2.0 entstehen. Auch davon im Artikel leider keine Spur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider auch nicht der ebenso wichtige Hinweis auf die der durchaus realistischen schwarzen Prognose Dahrendorfs (als Marxist kann man zu diesem Thema auch die Alternative Sozialismus oder Barbarei aufmachen) sich entgegensetzenden Entwicklung der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Governance&quot;&gt;Governanzmodelle&lt;/a&gt;. (vgl. v.a. &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Global-Governance-Derrida-zum-Andenken/dp/3899424573&quot;&gt;Helmut Willke&lt;/a&gt;.) Die Delegitimation der alten repräsentativen und der Parteien- Demokratie ist Fakt. Larmoyantes Beklagen der &quot;Poltikmüdigkeit&quot; der Bevölkerung und normative Einforderung von politischer Beteiligung der Bürger ist nutzlos. Aber in der Steuerungswissenschaft hat sich inzwischen auch im Deutschen der ursprünglich französische Begriff (gouvernance) Governanz eingebürgert, der die Selbststeuerung von Organisationen/ Systemen  d.h. die Möglichkeit der Selbstbestimmung der Betroffenen oder Akteure  meint, die an die Stelle staatlicher Regulierung und Entscheidungsberatung durch &quot;Experten&quot; treten muß, die meist nur eine einseitige Sicht auf den Gegenstand einnehmen. In die Selbststeuerung sollen die wichtigen Entscheidungen übergehen; der Staat, das Politiksystem soll nur noch den allgemeinen Rahmen dafür vorgeben, die allgemeine Richtung. Selbstverständlich spielt das Internet und vor allem Web 2.0 dabei eine große Rolle, es ist sozusagen die Vorbedingung zur Lösung der Krise der Demokratie durch die Bereitstellung der medialen Möglichkeiten, Instrumente zu globaler wie auch lokaler Governanz zu entwickeln, mit denen die Menschen heute umzugehen lernen und üben  und sei es in Online-Roleplay-Games oder in der Welt des &lt;a href=&quot;http://secondlife.com/world/de/whatis/&quot;&gt;secondlife&lt;/a&gt; neue Demokratiemodelle zu konstruieren und das Verhalten in einer neukonstruierten Demokratie zu trainieren. Natürlich ist secondlife noch ein virtuelles Abbild des real life. Da aber das Geld, das darin zu verdienen ist, ganz und gar nicht mehr virtuell sein muß - mithin sich offenbar virtuelles und reales Leben nicht mehr so klar unterscheiden lassen: Warum sollte sich nicht in der virtuellen Welt ein Vorbild für die reale Welt entwickeln lassen?</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-23T14:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/2750180/">
    <title>Auf den Müll statt in den Giftschrank</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/2750180/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://static.twoday.net/LisaRosa/images/Muell-.gif&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;83&quot; alt=&quot;Muell-&quot; width=&quot;100&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/LisaRosa/images/Muell-_small.gif&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtig: Das &quot;Ding&quot; muß genannt (und gezeigt) werden dürfen, wenn man es bekämpfen will! &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/pt/2006/10/02/a0115.1/text&quot;&gt;Brigitte Zypries&lt;/a&gt; (SPD) findet: &quot;Sollte [wie das Landgericht Stuttgart] auch der Bundesgerichtshof zu der Meinung kommen, dass unsere Gerichte in diesen Fällen eine Bestrafung fordern, dann ist mit dem Gesetz etwas nicht in Ordnung&quot;.&lt;br /&gt;
Das Landgericht Stuttgart hatte am letzten Freitag den Geschäftsführer des Versandhandels &lt;a href=&quot;http://shop.nix-gut.de/&quot;&gt;&quot;Nix Gut&quot;&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.turnitdown.de/609.html&quot;&gt;Jürgen Kamm&lt;/a&gt;, wegen Verbreitung verfassungsfeindlicher Symbole zu einer Geldstrafe von 3.600 Euro verurteilt, weil er Symbole der Antifa - durchgestrichene, weggeworfene, gesprengte Hakenkreuze - vertreibt.</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2006-10-02T14:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/2740671/">
    <title>demokratische Teilhabe</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/2740671/</link>
    <description>Die Petitionen, die im Bundestag eingereicht werden, kann man online einsehen und unterzeichnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/questionnaire.asp&quot;&gt;Deutscher Bundestag - Petitionsausschuß&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Petition für dauerhaftes &lt;a href=&quot;http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=264&quot;&gt;Bleiberecht&lt;/a&gt; für ausländische Mitbürger ist noch bis zum 19. Oktober in der Mitunterzeichnungs-Schleife.</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2006-09-29T17:34:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/2605733/">
    <title>Bester Link zum Nahostkonflikt</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/2605733/</link>
    <description>ersetzt - nein übertrifft - meine  (Libanonkrieg-) Linksammlung um ein Vielfaches an Informationswert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.israelipalestinianprocon.org/&quot;&gt;http://www.israelipalestinianprocon.org/&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumente, Karten, Darstellungen und Stellungenahmen en masse. &lt;br /&gt;
Der Ansatz der Organisation ist  vielversprechend multisperspektivisch und stellt kontroverse Auffassungen zu den zentralen Fragen zusammen.&lt;br /&gt;
Die Seite ist ein Forschungsprojekt der &lt;a href=&quot;http://www.procon.org/&quot;&gt;ProCon.org&lt;/a&gt;, die ihre Ziele so formuliert:&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Our goal is to publish the best available pro and con responses to the question: &quot;What are the solutions to the Israeli - Palestinian conflict?&quot; and related questions.&quot;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;The Mission Statement of ProCon.org is: Promoting informed citizenship by presenting controversial issues in a simple, nonpartisan pro-con format&quot;.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-31T10:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/2575006/">
    <title>Kommentierte Linksammlung zum Libanonkrieg</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/2575006/</link>
    <description>Nicht nur im Politik- und Geschichtsunterricht  aber vor allem in diesen Fächern  wünschen sich viele Schüler eine Anleitung zum Umgang mit der verstörenden und beängstigenden kriegerischen Zuspitzung des Nahost-Konflikts, mit dem sie in den letzten Wochen in allen Medien konfrontiert wurden. Aktuelles &quot;durchdidaktisiertes&quot; Unterrichtsmaterial gibt es zu diesem Thema kaum, und was es gibt, ist eher enttäuschend . Es bleibt dem Lehrer und der Lehrerin also nichts anderes übrig, als sich gemeinsam mit den Schülern an die Erforschung des Gegenstands zu machen. Das ist eine gute Gelegenheit, selbstgesteuertes Lernen und kooperative Unterrichtsformen anzuwenden. Dass dabei das Internet eine zentrale Rolle spielen muss, ist klar. Diese kommentierte Linksammlung soll beim Auffinden interessanter und relevanter Seiten im Internet helfen, die sowohl der Orientierung der Lehrkräfte als auch zur Information für Schülergruppen der Jahrgänge 10-13, sowie als Ausgangsmaterial für Diskussionen im Unterricht dienen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a title=&quot;+48 Downloads&quot; href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/files/Linksammlung/&quot;&gt;Linksammlung&lt;/a&gt; (rtf, 60 KB)</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-24T16:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/2020182/">
    <title>Vom Träumen</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/2020182/</link>
    <description>Schön, daß wir mal wieder davon hören.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/561268.html?nv=nl_hp_tt&quot;&gt;stern.de Wirtschaft &lt;/a&gt; zeigt heute mal wieder darauf:  &lt;i&gt;&quot;Satte Gewinne &lt;/i&gt;[vermeldet der Kommentar richtig] - &lt;i&gt;hoffentlich für alle&lt;/i&gt; [frommwünscht der Kommentator niedlich]&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Die Lufthansa hat 2005 einen Gewinnsprung von 154 Prozent gemacht, Linde 113 Prozent, Bayer 151 Prozent - um nur einige Beispiele zu nennen.&quot;&lt;/i&gt; Ja. Das ist die Höhe. Aber es ist ganz und gar neu nur für diejenigen, die wirklich glauben, hohe Löhne hingen von hohen Profiten ab. Das tun sie mitnichten - im Gegenteil: hohe Profite gibt es bei niedrigen Löhnen. &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Von diesem Profit sollten alle profitieren.&quot; &lt;/i&gt; Oh ja, wer von denen, die nicht profitieren, träumt nicht vom Mitprofitieren? Schaun wir mal, &lt;i&gt;wie&lt;/i&gt; naiv die Vorstellungen sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Das Profit-Einfahren diktiert der (Welt-)Markt. Knallhart, ohne Moral. Das Treiben betrachten wir mal staunend, mal murrend, oft kleinmütig. Das Ausreizen und Missachten der wenigen Marktregularien bringt zwei Zünfte in Lohn und Brot: Berater und Anwälte. Alle anderen in der freien Wirtschaft, zu vorderst wir Arbeitnehmer, leben vom Ausschütten der Profite. Deshalb reden wir seit gut 100 Jahren darüber mit. Ein bisschen zumindest. Politisch.&quot;&lt;/i&gt; Hm. Das klingt ja richtig nüchtern und realistisch. Aber es ist falsch. Im Ansatz falsch. Denn wir leben nicht alle in der freien Wirtschaft von der &quot;Ausschüttung der Profite&quot;, schon gar nicht die &quot;Arbeitnehmer&quot; - also die Arbeitskraftgeber, um genau zu sein. Die leben nämlich von ihrem Lohn. Der Lohn ist das, was auf dem Arbeitsmarkt als Äquivalent für den Verkauf der Ware Arbeitskraft zu erzielen ist. Über die Höhe der Profite oder gar über deren &quot;Ausschüttung&quot; hatte der &quot;Arbeitnehmer&quot; noch nie mitzureden. Kein bißchen. Was aber seit 150 Jahren nicht vergeht, ist die Vorstellung vom &quot;gerechten&quot; Lohn - hier kommt sie sogar als  naive Forderung nach &lt;i&gt;&quot;angemessener Gewinnbeteiligung&quot;&lt;/i&gt; (siehe unten). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kann man natürlich weiterhin an die Kraft des Wünschens glauben - hartnäckig, obwohl es seit nunmehr 7 Generationen nichts geholfen hat. &lt;br /&gt;
Man kann aber statt in Märchen herumzuwünschen auch bei Marx nachschauen, wie die Ökonomie des nunmehr einen Systems funktioniert, man kann sich dabei auch helfen lassen, etwa von Georg Fülberths Artikeln in Konkret  - wenn man bloß nicht so verdammt darauf fixiert wäre, sich die Funktionsweise dieser Ökonomie ausgerechnet von denen erklären zu lassen, die darin die Profite machen, oder - Kehrseite der Medaille - von den Kleinbürgern, die ihre (verständliche) Wut schon für Analyse halten und denen drum die Globalisierung und die Finanzmärkte als der böse Kapitalismus, das &quot;einheimische&quot; mit &quot;einheimischen&quot; ArbeitskraftzuMarktetragenden Menschen Profit erzielende Unternehmertum aber als guter, gerechter oder doch wenigstens erträglicher Kapitalismus gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höhere Löhne gibt es nicht, weil die Profite hoch sind und drum die Profiteure spendabel - höhere Löhne gibt es, wenn der Marktpreis der Ware Arbeitskraft gestiegen ist. Und das tut er, wenn diese Ware Mangelware wird. Davon kann aber weißgott keine Rede sein in einer Zeit, wo die freigesetzte Arbeitskraft schon froh sein muß, wenn sie sich für einen Euro die Stunde feilbieten oder zu ganz offiziellen Bedingungen leiharbeiten darf, und trotzdem nicht mehr hat als ein Sozialhilfeempfänger. (Natürlich kann man mit dem Finger auf die maximierten Profite zeigen und daran seine Lohnforderungen festmachen. Zwar hilft es nicht - aber immerhin.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Kommentator meint vielleicht, die Gemeinschaft via Staat könne am Gewinn beteiligt werden. &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Weltweite Arbeitsteilung: Die Investitionsziele der Firmen liegen, wie viele ihrer Gewinnquellen, zunehmend außerhalb Deutschlands. Ein erheblicher Teil der Profite (und Arbeitsplätze) wandert schnurstracks an der heimischen Wirtschaft vorbei. Kein Mensch, am wenigsten ein Politiker, kann diese Wanderung aufhalten. Sie ist nicht neu, sondern begann schon in den 60er Jahren, also im Anschluss an das Binnen-&quot;Wirtschaftswunder&quot;. Nur kurz - zu Beginn der 90er Jahre - verringerte sich der deutsche Drang hinaus in die Welt. Die Ex-DDR lag näher. Doch schon bald lockten wieder die Möglichkeiten der globalisierten Märkte, die weltweite Arbeitsteilung. &quot;&lt;/i&gt; Richtig! Und wieder so nüchtern realistisch. Aber der Kommentator hofft entgegen aller Einsichten auf ein Einsehen, (obwohl doch kein Mensch, am wenigsten ein Politiker...) denn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Exportweltweister - Made in Germany&quot;. Kein Problem, solange zu Hause alles im Lot schien. Jetzt, da Arbeitsmarkt, Rente, Gesundheit, Pflege und Staatsfinanzen, endlich auch anerkanntermaßen marodieren, ist es ein Problem.&quot;&lt;/i&gt; Und da vergißt er in der Eile zu fragen, für wen...&lt;br /&gt;
Und höre ich richtig: Das patriotisch gesinnte Kapital kommt &quot;nach Hause&quot;, weil der Haussegen schief hängt und die &quot;Heimat&quot; in Ordnung gebracht werden muß - und spendet dafür auch noch einen Teil des Profits? - Nebbich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar werden&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;fromme Appelle (..) es ebenso wenig lösen, wie gestriges Geschrei. Es braucht politische Vorgaben. Durchdacht, verlässlich und handwerklich einwandfrei. Realistischerweise sollten sich auf diese Art zumindest zwei Sanierungsbeiträge von unseren &quot;Global-Playern&quot; einfordern lassen: Zum einen, dass sie in der Heimat angemessene Steuern zahlen, und dass Spartenverkauf und Abwanderei nicht länger subventioniert werden.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt; Ach ja, da wollen wir wieder träumen - diesmal vom Primat der Politik, der mit &quot;handwerklich einwandfreiem&quot; politischen Handeln einzufordern wäre und den es doch auch nie gegeben hat. Handwerklich einwandfreies politisches Handeln kann es in diesem ökonomischen System gar nicht geben - nur mehr oder weniger ungeschicktes Handwerkeln. (Und welches Ausmaß an Marodität staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen für den Maximalprofit hinzunehmen, das Kapital in der Lage ist - das kann man überall auf der Welt betrachten. Von diesen möglichen hinzunehmenden maroden Zuständen sind wir hier allerdings weit entfernt.)&lt;br /&gt;
Und wenn der Kommentator es so trotz aller Zwars und Abers in aufblitzendem Realismus wieder in die Märchenwelt zurück geschafft hat, dann auch gleich richtig - siehe oben:&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Zum anderen, dass heimische Mitarbeiter angemessen an den Gewinnen beteiligt werden - was nicht bedeuten muss, Lohnstückkosten wettbewerbsschädlich zu erhöhen.&quot;&lt;/i&gt; Und er träumt von &lt;i&gt;&quot;neue(n) Formen der Mitarbeiter-Beteiligungen&quot;&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;
Es gibt nur einen Grund, warum Unternehmen über &lt;a href=&quot;http://www.mitarbeiter-beteiligung.de/01a446954f0a66215/index.html&quot;&gt;Mitarbeiter-&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.4managers.de/10-Inhalte/asp/Mitarbeiterbeteiligung.asp&quot;&gt;Beteiligung&lt;/a&gt; nachdenken: Damit die &quot;Mit&quot;arbeiter besser &quot;mit&quot;arbeiten. Vulgo höheren Profit erzeugen. Das kann unter Umständen tatsächlich im Interesse der Beschäftigten liegen. Aber es handelt sich auch dabei um nichts weniger als um &quot;Profit-Ausschüttung&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem schön, daß wir mal wieder drüber reden konnten.</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-17T08:01:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/1900492/">
    <title>Verwaltung statt Politik</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/1900492/</link>
    <description>Zwar ist heute der 1. Mai, und &lt;a href=&quot;http://bembelkandidat.blogg.de/eintrag.php?id=740&quot;&gt;bembelkandidat&lt;/a&gt; hat den Kampf- oder Nichtkampftag der Arbeiterklasse oder nicht -klasse schon gewürdigt und das&lt;a href=&quot;http://kuechenkabinett.org/&quot;&gt; Küchenkabinett &lt;/a&gt;wird es bestimmt noch tun.&lt;br /&gt;
Ich komme jedoch den Tagesereignissen und dem politischen Kalender kaum hinterher und bin mit den politischen Scherzen des 1. April in Hamburg-Harburg noch nicht fertig. &lt;br /&gt;
Am 1. April titeln die &lt;a href=&quot;http://www.han-online.de/&quot;&gt;Harburger. Anzeigen und Nachrichten&lt;/a&gt; &quot;&apos;Das mache ich nicht mit!&apos; Harburg: Bezirksamtleiter gegen Politisierung des Rathauses&quot;. Ein dummer Aprilscherz, denke ich zunächst, denn das kann ja wohl nicht ernst gemeint sein: Rathaus ohne Politik. Doch ich muß mich eines Besseren belehren lassen:  Es ist nicht nur Ernst - es ist Realsatire, wie man sie nicht besser erfinden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DGB-Jugend hatte eine Ausstellung in den Räumen des Rathauses zur Aufklärung über die aktuellen Strategien und Aktionen der rechtsextremen Jugend beantragt, die vom Bundesfamilienministerium gefördert wird. Die CDU-Fraktion lehnte die Ausstellung in den Räumen des Harburger Rathauses ab; im Harburger Raum sind Neonazi-Gruppen präsent. Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer begründet die Ablehnung laut &lt;a href=&quot;http://http://www.taz.de/pt/2006/04/01/a0150.1/text&quot;&gt;TAZ&lt;/a&gt; damit, &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;dass eine Antifa-Woche, &apos;die im Rathaus veranstaltet wird und damit einen offiziellen Charakter erhält, kontraproduktiv&apos; sei und die &apos;Kreativität unerwünschter rechter Organisationen&apos; hervorrufe. Zurückhaltung sei &apos;angebracht&apos;. Auch die Polizei ermahne, &apos;die Spirale nicht noch weiterzudrehen&apos;. Außerdem dürften sowieso nur die Bezirksfraktionen die Räume im Rathaus nutzen. Würden sie für die Antifa-Woche geöffnet, befürchtet er, könnte das &apos;schwer abwehrbahre Forderungen nach Gleichbehandlung nach sich ziehen&apos;&quot;&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die darauf folgende öffentliche Auseinandersetzung zwischen CDU einerseits und der DGB-Jugend sowie der SPD andererseits,  führte dann zu der oben genannten Äußerung des Bezirksamtsleiters Torsten Meinberg (CDU), der laut &lt;a href=&quot;http://www.han-online.de/&quot;&gt;Harburger. Anzeigen und Nachrichten&lt;/a&gt; schnell noch ein gewichtiges, weil verwaltungstechnisches Argument nachschob, nämlich daß Veranstaltungen dieser Art den Dienstbetrieb erheblich beeinträchtigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorgänge und Äußerungen wären zum Lachen, wenn sie nicht so gefährlich und leider so verbreitet in den deutschen Amtsstuben wären: eine &quot;demokratische Mitte&quot;-Partei, die den Kampf gegen Neonazismus nicht in ihrem Rathaus haben möchte, weil sie sich dann selbst mit den Neonazis auseinandersetzen müßte; eine Polizei, die wegen bloß formaler Auffassung ihres Auftrags - für  Schutz vor Gewaltakten und für die Einhaltung der Gesetze zu sorgen - nicht zwischen den Nazis und der Gegenwehr gegen sie unterscheiden kann, und die darum behauptet, Gegenmaßnahmen würden die Nazis erst zur Aktion motivieren; und ein Amtsleiter, der keine Politik in seinem Rathaus wünscht, weil diese den Dienstalltag stört -  &lt;br /&gt;
diese &lt;strike&gt;feige&lt;/strike&gt; vornehme (Zurück-)Haltung war seinerzeit mitverantwortlich dafür, daß das Vorbild der Neonazis, die NSDAP, überall im Deutschen Reich so präsent werden und die sozialen Strukturen von Stadtteilen und Kommunen völlig unbehelligt von den Amtsinhabern und Amtsverwaltern der Demokratie druchdringen konnte - lange, bevor sie von unten an die Macht gewählt und von oben damit beauftragt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entpolitisierung des öffentlichen Raums und die Veramtisierung der Rathäuser und Parlamente, die Politik nicht als &quot;Einmischung der Subjekte in ihre eigenen Angelegenheiten&quot; (Max Frisch) verstehen, sondern auf Amtsakte und ungestörten &quot;Dienstbetrieb&quot; reduzieren möchten, sind verantwortlich dafür, daß es in vielen ostdeutschen Kommunen &quot;national befreite Zonen&quot; geben kann. Schon jetzt sind in solchen Orten die Nazis die einzigen, die in diesen &quot;politikfreien&quot; Räumen Politik machen.&lt;br /&gt;
Und - wie die Geschichte gezeigt hat: Es ist schwierig, sie danach durch einen von oben angeordneten &quot;Aufstand der Anständigen&quot; wieder hinauszuwerfen, wenn man zuvor die Anständigkeit nicht gepflegt, sondern des Raums verwiesen hat.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir ist das Lachen über den Aprilscherz in Harburg im Halse stecken geblieben. Wer wirklich laut gelacht haben wird über diesen Streich? Die Harburger Neonazis.</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-01T11:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/1019958/">
    <title>Warum ausgerechnet den?</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/1019958/</link>
    <description>Heute darf sich &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Graf_Lambsdorff&quot;&gt;Otto Graf Lambsdorf &lt;/a&gt;in der SZ über &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/sz/2005-09-30/politik/artikel/HFG-2005-09-30-009-jDdh_wrs6MuSMmBtAsf4jg/&quot;&gt;&quot;harte Wahrheiten in der Politik&quot; &lt;/a&gt; auslassen. Wieso denn der?  Weil die Gelben ihn trotz seiner &lt;a href=&quot;http://www.hagalil.com/archiv/99/08/lambsdorf.htm&quot;&gt;dreifach &lt;/a&gt;  &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Flick-Aff%C3%A4re&quot;&gt;belasteten&lt;/a&gt;  &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Steuerhinterziehung&quot;&gt;Vergangenheit &lt;/a&gt;zum Ehrenvorsitzenden gemacht haben - einen Vorbestraften? &lt;br /&gt;
Nunja, interviewt wurde er als Experte für Rechtswenden. Und weil er bei der letzten Wende 1982, der Wende der FDP zur CDU-Koalitionspartnerschaft, doch so erfolgreich war, darf  er nun aus dem Altkämpen-Lager gegen den deutschen Wähler kläffen, der immer noch nicht aus Verelendung klug geworden sei, der immer noch nicht richtig wählen könne, und dem man weiteren Essensentzug androhen muß, damit er  endlich zur Vernunft komme: Den Wählern, so sagt der kriminelle gräfliche Ehrenvorsitzende, fehle es an der Einsicht in das Notwendige, und erst die bittere Not &quot;wie 1979 in England&quot; führe dazu, daß er sich zur Vernunft wende und  &quot;unpopuläre Schritte&quot; und &quot;harte Maßnahmen&quot;, die nun einmal nötig seien,  endlich  akzeptiere.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur:  Das Kind ist größer geworden und glaubt nicht mehr so recht an den in die Jahre gekommenen  Knecht Ruprecht.  Und so klingt der Graf auch eher resigniert denn bedrohlich auf  Seite 9. Denn richtig ist: Die&lt;a href=&quot;http://bembelkandidat.blogg.de/eintrag.php?id=283&quot;&gt; &quot;planmäßige Aufrollung einer Gesellschaft durch die Unternehmer und die von ihnen bezahlten Thinktanks&quot; &lt;/a&gt;hat doch nicht ganz so glatt hingehauen, wie erwartet.  Immerhin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gräfliche Vision vom einsichtigen Deutschen, der sich zustimmend nickend statt ärgerlich murrend den Gürtel zusammenzurren läßt, will auch nicht  zur &lt;a href=&quot;http://hoehereweltenblog.twoday.net/stories/1018626/&quot;&gt;Du-Deutschland-Kampagne &lt;/a&gt;passen.  Denn weder die  Ruckfigur aus der Tradition der Präsidentenrhetorik noch die Beschwörung des &quot;selbstverantwortlichen&quot; DubistDeutschland-Deutschen verträgt sich mit der Figur eines brav duldenden Zähnezusammenbeißers.  Und so müssen sich die pädagogisch schlecht ausgebildeten Volkserzieher der politischen Klasse noch eine Weile hin und her  wundern, warum ihre Schäfchen nicht tun, was sie sollen, bis sie drauf kommen, daß das deutsche Stimmvieh weder in die eine Figur noch in die andere paßt - und schon gar nicht in beide gleichzeitig.</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-30T11:49:18Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/934079/">
    <title>Männer machen Geschichte</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/934079/</link>
    <description>Gleich vormerken für den Standard-Multiple Choice-Test im  Geschichtsabitur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sagte: &quot;Mein Auftritt ist ein historisches Datum&quot;?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Napoleon&lt;br /&gt;
b) Hitler&lt;br /&gt;
c) Dschordsch Dabbeljuhu&lt;br /&gt;
d) Benedictus Bavaricus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einhilfe: Es ist was mit &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/pt/2005/08/29/a0061.nf/text&quot;&gt; L!&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2005-08-29T12:26:30Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/stories/930623/">
    <title>Kinder zu dumm zum Wählen?</title>
    <link>http://lisarosa.twoday.net/stories/930623/</link>
    <description>Da man mich im&lt;a href=&quot;http://kuechenkabinett.org/&quot;&gt; Küchenkabinett&lt;/a&gt;  hartnäckig kommentarlos läßt, dh. meine Kommentare nicht freischaltet, muß ich - bevor ich am Ende noch eine Küchenkabinett-Paranoia entwickle  - ins eigene Blog zum Thema Kinderwahlrecht.  (Na gut, von Küche verstehe ich nichts, dafür aber einiges von Kindern und manches von Politik.)&lt;br /&gt;
In der Küche jedenfalls wurde heftig debattiert über den &lt;a href=&quot;http://kuechenkabinett.org/archives/2005/08/24/wahlrecht_fuer_kinder.html#comments&quot;&gt;&quot;Kinderwahlrecht&quot;&lt;/a&gt; genannten Vorschlag von  Paul Kirchhof, Familien dadurch zu fördern, daß sie je nach Anzahl der Kinder mehrere Wahlstimmen bekämen.  Das ganze dann Kinderwahlrecht zu nennen, ist absurd, wenn man sich die Diskussionsbeiträge in der Küche dazu anschaut: Erwachsene überlegen da, welchem der Erwachsenen in der Familie - Vater, Mutter, Tante - diese Stimmen zustünden. Ja herrgottsack,  geht mir da der Draht aus der Mütze! Würde man Frauenwahlrecht so verstehen, daß die Ehemänner der Frauen dann zwei Stimmen hätten? Neinneinnein! Das ist nicht etwas ganz anderes!  Denn in der historischen Diskussion ums Frauenwahlrecht kamen tatsächlich genau die analogen Vorstellungen der üblichen Kommentare zum Kinderwahlrecht heute: Frauen seien zu dumm, um zu wählen.  Die Selbstverständlichkeit, mit der allgemeine Einigkeit darin vorausgesetzt wird, Kinder seien zu dumm zum Wählen, zu hinterfragen, erntet noch überall Unverständnis.  Und statt aus der richtigen Überlegung, es gäbe leider auch viele dumme Erwachsene, die Schlußfolgerung zu ziehen, daß &quot;Klugheit&quot;, verdeckt unter dem Begriff  &quot;Mündigkeit&quot;  also kein Kriterium für das Wahlrecht sein kann, wird doch auch noch tatsächlich vorgeschlagen, eine &quot;Mündigkeitsprüfung&quot; für Familien einzuführen, damit man diejenigen von ihrem letztverbliebenen Recht, formale Demokratie auszuüben, auch noch ausschließen könnte, die als gesellschaftlich Exkludierte nicht die Gewähr dafür bieten, die &quot;richtigen&quot; Parteien zu wählen.  Ohoh! Wenn jemand ausgeschlossen gehörte, dann wohl diese Vorschläger, jedenfalls solange sie nicht einen Nachhilfekurs in Demokratieverständnis absolviert haben.&lt;br /&gt;
Daß Kinder sehr wohl in der Lage sind, ihre Interessen zu formulieren und zu prüfen, wer diese am besten vertreten könnte, ja, daß sie sogar in der Lage sind, selbst aktiv Politik zu machen, zeigt das Beispiel &lt;a href=&quot;http://www.eugwiss.hdk-berlin.de/cub/pub/kielburger.html&quot;&gt;Craig Kielburgers&lt;/a&gt;, der mit 12 Jahren die Organisation &lt;a href=&quot;http://www.freethechildren.org/&quot;&gt;Free The Cildren&lt;/a&gt; gründete, die sich überall auf der Welt um die Kinderrechte und den Schutz von Kindern gegen Ausbeutung und Übergriffe durch Erwachsene kümmert. Ganz berühmte Geschichte.  Wer kennt einen Erwachsenen in seiner privaten Umgebung, der ein derart hohes Maß an politischer Mündigkeit vorzuweisen hätte?  Nun wird man natürlich einwenden, ein Craig Kielburger sei nunmal eine Ausnahme, ebenso wie ein 12-jähriger als Mathegenie-Doktorand eine Ausnahme darstelle. Schon richtig. Aber niemand würde deshalb behaupten, Kinder könnten keine Mathematik, weil sie Kinder sind.  Von Mathematik-Mündigkeit habe ich jedenfalls noch nirgendwo gehört. Warum soll es mit Politik denn anders sein? Übrigens hat Craig Kielburger - obwohl Initiator - nicht allein Politik gemacht. Die vielen Kinder, mit denen er in seinem Team zusammengearbeitet hat: auch Ausnahmen? Free The Children, eine internationale Organsisation mit Gruppen in der ganzen Welt und tausenden von Mitgliedern, wird ausschließlich von Kindern betrieben. Man sieht:  Zu untersuchen wäre, warum nicht alle Kinder so politikklug sind wie Craig - oder man könnte untersuchen, warum es so viele dumme Erwachsene gibt, obwohl sie wahlmündig sind.&lt;br /&gt;
Ich stelle mir ein Kinderwahlrecht vor: Die Politiker müßten die Kinder genauso ernst nehmen wie sie es bei den Erwachsenen tun: Als bedeutsamen Teil der Bevölkerung, auf deren Entscheidungen man Rücksicht zu nehmen hätte und die man zufrieden stellen müßte. Die Spielzeugindustrie jedenfalls hat keine Probleme damit. Sie hat die Kinder schon seit langem als ernst zu nehmende Konsumenten entdeckt und umwirbt sie von vorne bis hinten.  Was tun denn die Politiker anderes mit ihrer Wahlwerbung um die Erwachsenen?</description>
    <dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://lisarosa.twoday.net/topics/Politik&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Lisa Rosa</dc:rights>
    <dc:date>2005-08-27T12:54:08Z</dc:date>
  </item>


<textinput rdf:about="http://lisarosa.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://lisarosa.twoday.net/search</link>
</textinput>


</rdf:RDF>
